Schließung der Kita “In der Alten Schule” ist ein schmerzlicher Verlust
„Es bedurfte in den letzten drei Jahrzehnten einer riesigen Kraftanstrengung, im wachsenden Stadtteil Mecklenbeck mit jedem neuen Baugebiet weiterhin eine hervorragende Versorgung mit Kita-Plätzen sicherzustellen. Da schmerzt es sehr, dass jetzt zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate über die Schließung einer Kita in Mecklenbeck diskutiert wird.“, so CDU-Bezirksvertreter Peter Wolfgarten. Aber der Beschlussvorschlag der Verwaltungsvorlage ist unmissverständlich: „Der Rat der Stadt Münster stimmt der Schließung der städtischen Kindertageseinrichtung ´In der Alten Schule‘ zum Ende des laufenden Kita-Jahres 2025/26 zu.“
Hintergrund des Vorschlages ist, dass die Unfallkasse bereits im Jahre 2023 bei einer Begehung der Kita bemängelte, dass arbeitsschutzrechtliche Anforderungen in dem Gebäude nicht erfüllt seien. In der Folge kamen verwaltungsinterne Prüfungen durch die Stadt Münster ebenfalls zu dem Ergebnis, dass sich selbst mit hohen Investitionen, nicht alle Mängel in den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz und insbesondere Brandschutz in dem 100 Jahre alten, „zweigeschossigen und verwinkelten“ Gebäude für die Kinder und Mitarbeitenden beseitigen ließen. „Im Ergebnis“, so die Verwaltung in der jetzt vorliegenden Vorlage, „lässt sich kein Gebäudezustand herstellen, welcher einen rechtskonformen Kita-Betrieb gewährleistet“. Ein erhebliches Überangebot an Kita-Plätzen in der Stadt nimmt die Verwaltung daher nun zum Anlass, diese Kita zur Schließung vorzuschlagen.
„Das schmerzt ganz besonders, weil die Kita In der Alten Schule 35 Jahre lang eine ausgezeichnete pädagogische Arbeit geleistet hat. Die Kita mit ihrem besonderen familiären Charme ist bis heute äußerst beliebt bei Eltern und Kindern. Die volle Auslastung ist der beste Beweis dafür“, zeigt sich Andreas Malleprée, der stellvertretende Vorsitzende der CDU Mecklenbeck, der auch 15 Jahre städtischer Trägervertreter in der Kita war, zutiefst enttäuscht. In der Konsequenz müssen die Eltern von 23 Kindern und die Erzieherinnen sich zum neuen Kita-Jahr eine andere Betreuungsstelle suchen. Wichtig ist aus Sicht der CDU Mecklenbeck die Zusage der Verwaltung, dass alle Kinder mit dem bisher vereinbarten Betreuungsumfang in der Kita Mecklenbeck aufgenommen werden können, Geschwisterkinder inklusive, und auch für die Mitarbeitenden Perspektiven geschaffen werden.
„Der Verlust der gewohnten Umgebung und Vertrauenspersonen, sowie die Eingewöhnung in eine neue Kita wird alle fordern. Aber die Kita-Leitungen werden sicher zum Beispiel durch „Schnuppertage“ alles Mögliche dafür tun, dass dies bestmöglich gelingt.“, vertraut Andreas Mallepree auf die beiden Kita-Teams. „Aber es stößt bitter auf, dass Kinder, Eltern, Erzieherinnen und auch Politik jetzt plötzlich und ohne Vorwarnung mit dieser Situation konfrontiert wurden und den Eltern nur wenige Tage gegeben wurden, sich vom Schließungsschock zu erholen und für eine andere Kita in Mecklenbeck zu entscheiden. Das war aus Sicht der CDU Mecklenbeck schlechter Stil“, so Wolfgarten.
„Für den Stadtteil ist es jetzt darüber hinaus unverzichtbar, dass schnellstmöglich die im letzten Jahr vereinbarte Sanierung der Kita Maria Aparecida erfolgt, um die Kita so dauerhaft zu sichern, und dass auch die anderen Kitas im Stadtteil von der Verwaltung kontinuierlich in ihrer Arbeit unterstützt werden, damit es weiterhin ein verlässliches und bedarfsgerechtes Betreuungsangebot in Mecklenbeck gibt.“, ergänzt der CDU-Versitzende Ulrich Möllenhoff, der sich im letzten Jahr als Ratsherr stark für die Rettung der Kita Maria Aparecida eingesetzt hatte.